Büro an einem historischen Ort
Das Büro befindet sich am Nivellesplatz in Bochum-Wattenscheid. Der Platz erinnert an Gertrud von Nivelles und beherbergt ein Mahnmal zur Erinnerung an die ehemalige Synagoge und die Opfer des Holocaust.

Die ehemalige Synagoge in Wattenscheid
Die Synagoge wurde zwischen 1827 und 1829 errichtet und im Frühjahr 1829 eingeweiht. Bis 1870 war sie eine Filialgemeinde der israelitischen Gemeinde Hattingen.
Am Morgen des 10. November 1938 wurde sie von den Nationalsozialisten niedergebrannt. Ab November 1941 wurden die noch in Wattenscheid lebenden jüdischen Menschen zwangsweise in der jüdischen Volksschule untergebracht. Am 28. April und 11. Mai 1942 wurden sie nach Osteuropa deportiert und von den Nationalsozialisten ermordet.

Gedenken und Erinnerung
1990 brachte die Stadt Bochum am Durchgang zum Brauhof eine Gedenktafel in hebräischer und deutscher Schrift an. Im Jahr 2009 wurde am Nivellesplatz ein Mahnmal eingeweiht.
Die Namen der 87 bekannten Holocaust-Opfer aus Wattenscheid wurden auf drei Glasstelen projiziert. Das Mahnmal zeigt zudem ein Bild der Synagoge.
„Erinnerung muss das Vergessen besiegen.“ – Stephan Hermlin

Gertrud von Nivelles
Gertrud von Nivelles (626–659) war Äbtissin des Klosters Nivelles in Belgien. Sie war eine Tochter Pippins des Älteren und Ittas und trat als Jugendliche in das von ihrer Mutter gegründete Kloster ein.
Sie widmete sich der Bildung, der Versorgung von Kranken und der Aufnahme Reisender. Der Überlieferung nach ließ sie für irische Wandermönche ein Hospital errichten und wurde als Schutzpatronin der Reisenden bekannt.
Ihr kirchlicher Gedenktag ist der 17. März.
